Anstatt uns noch die für den Tag dritte geplante antike Stadt anzugucken, beschlossen wir, lieber an den See zu fahren. Bafa Gölü, ein eindrucksvolles Gewässer am Fuße des Latmos-Gebirge mit eindrucksvollen Felsformationen jeglicher Art. In meinem Theater-Post habe ich es ja schon einmal kurz erwähnt. Ziemlich abgelegen und sehr altmodisch. Wir fuhren das Südufer des Sees entlang, bis von der großen Straße ein kleiner Weg abzweigte Richtung Kapıkırı. Das Dorf selbst liegt sehr malerisch am Ostufer des Sees. Dahinter türmen sich die Felsformationen des "Bergs mit fünf Fingern" (ich kann es nicht besser übersetzen, dieser Gebirgszug heißt auf Türkisch Beşparmak = fünf Finger).
Wir aßen Fisch in einer kleinen Pension und wollten dann eigentlich noch irgendwo ans Ufer zum Baden. Aber dieses Dorf ist anscheinend nur von einer Seite aus mit dem Auto zugänglich, denn plötzlich befanden wir uns am Ende der Straße. Vor uns eine Gasse, an der die Häuser so eng stehen, dass sie unmöglich mit dem Auto zu passieren sind. Und um uns herum standen plötzlich acht Weiblein. Diese Frauen waren alle typisch dörflich angezogen: Geblümte Pluderhose, meist geblümtes Oberteil und das gemusterte Kopftuch der Landfrauen (nein, kein islamisch gebundenes, sondern einfach so ein Dreieckstuch).
Und diese Frauen nahmen uns dann mit über die Kuhweiden zu ihrer antiken Stadt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie absurd die Situation war: Acht Dorffrauen und zwei Deutsche, schreiten in einer Reihe neben den Kühen her. Von der ehemaligen Stadtmauer (oder so ähnlich, ganz genau wusste das niemand) des antiken Herakleia gab es allerdings einen wunderschönen Blick über den See! Gern wäre ich noch länger dort geblieben - um dann zum Beispiel zu den ehemaligen Klostern im Latmos-Gebirge zu wandern, deren Silhouetten man vom Dorf aus in der Ferne erahnen konnte. Oder, um die frühzeitlichen Höhlenmalereinen anzugucken, die im Gebirge versteckt liegen und nur bei einer mehrtägigen Wanderung mit ortskundiger Führung zu erreichen sind. Aber auch so war es definitiv der komischste Tag meiner Reise.
das hört sich ja mal lustig an :D aber sieht echt schön aus :)
AntwortenLöschenIch kann mir wirklich vorstellen wie skurril die Situation bei der Wanderung war. So was finde ich ja immer lustig und an diese Dinge erinnert man sich noch Jahre später. ;)
AntwortenLöschenMir ging das auf Bali mit unserem Führer so... der war auch so eine Marke! ^^ Mal erlebt schon lustige Sachen beim Reisen...
Der Herr ist ja auch Ire. Da liegst du mit einem Gefühl richtig. Die Einflüsse merkt man bei manchen Songs natürlich schon. ;)
Diese Damen sehen wirklich bunt und farbenfroh aus. das war sicher ein Erlebnis. An solche Sachen kann man sich viele Jahre später noch erinnern.
AntwortenLöschenLiebe Grüße Ela
Wow, das sind wirklich eindrucksvolle Bilder!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
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