Diese Dinge, das sind Dinge, die eigentlich nur Gegenstände sind, zu der wir aber eine emotionale Bindung haben. Die wir als lebenswichtig betrachten. Von denen wir vielleicht auch abhängig sind.
Vorgestern Abend wurde mein Handy geklaut. An einem Ort, dem ich eigentlich abolut vertraue, wo ich mir nie hätte vorstellen können, dass etwas für immer weg kommt. Schließlich habe ich schon oft genug erlebt, dass alles direkt wieder aufgetaucht ist: Taschenlampen, Handys...
Mein Handy zu verlieren war ein Schock. Ist es auch immer noch, um ehrlich zu sein.
Das wichtigste ist vielleicht gar nicht das Handy ansich, sondern die Daten darauf. Und damit meine ich nicht nur Kontakte, sondern Erinnerungen und Ideenlisten in den Notizen, Musik, ... Briefe. Nachrichten vom Lieblingsmenschen. Eine Menge geht verloren. Da ist der materielle Wert vergleichsweise egal. Ich hätte nie gedacht, dass ich mein Herz so sehr an einen Gegenstand hängen kann und so sehr um sein Verschwinden trauere.
Dass es mir so schwer fällt, den Verlust zu akzeptieren. Ich träume nachts davon, ich kann nicht gut schlafen. Und vor allem kann ich nicht aufhören, daran zu denken.
Es wäre leichter, wenn das Handy kaputt gegangen wäre oder ich mir so ein neues gekauft hätte. Alles ist besser als die Ungewissheit, weil etwas einfach verschwunden ist.
Und wenn ich so darüber nachdenke, finde ich es bemerkenswert, wozu wir Menschen eine Bindung aufbauen können. Vielleicht ist das das Spezielle an uns.... Dass wir zu nahezu allem eine Bindung aufbauen.
Für mich jedenfalls ist klar: Ab dem Tag, an dem ich ein neues Handy habe, wird alles geräteübergreifend nochmal gespeichert. Damit ich es nicht nötig habe, so eine Bindung zu meinem Handy aufzubauen.
PS: Mein Handy war schon dreieinhalb Jahre alt, aber ich bin mir sicher, wir hätten es noch länger miteinander ausgehalten. Qualität vor Quantität!
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